Pendeln ist toll – Darmgrippe auch

von Mischa

OK… Das klingt jetzt härter als es ist. Und Pendeln kann man nur dann mit Darmgrippe vergleichen, wenn man mit dem Auto fahren muss!

Ich bin ja quasi Berufspendler. Oder besser gesagt: Ich kann mich eigentlich gar nicht mehr daran erinnern, wie es war als ich noch in einem 10 km Radius um meinen Arbeitsplatz gewohnt hatte und täglich in maximal 15 Minuten im Büro war.

Seit inzwischen 3 Jahren … nein deren 4 … fahre ich fast täglich fast 100km zur Arbeit. Anfangs mit dem Auto – aus Ermangelung einer g’scheiten Zugverbindung. Seit nun gut einem Jahr mit dem Zug – weil herrliche Zugverbindung. Genauso schnell wie das Auto – nur billiger (!) und stressfreier. Man kennt ja die diversen Autofahrertypen, denen man im Laufe seines Lebens einmal zu oft begegnet. Nicht persönlich – aber die Typen…

Aber im Zug ist es manchmal nicht wirklich besser. Stressfreier – ja.  Denn in diesem mobilen Habitat trifft man auf gewisse menschliche Subspezies – ich nenne sie mal Nervpendler – denen man im normalen Leben aber so was von weit ausweichen würde.

Zum Beispiel gibt es die Subspezies, die sich lautstark über den Stammtisch und Saufgelage (männlich) oder Ehemänner und Klatsch (weiblich) austauschen und mich beim wohlverdienten, morgendlichen Dösen stören. Oder beim Lesen. Oder beim whatever…

Die genervt-freundliche Bitte nach etwas Ruhe kommentieren diese Mitglieder der humanoiden Rasse meistens mit einem pikierten Seitenblick, was ich mich jetzt in das Gespräch einmische und dass es mich gleich gar nichts anginge.

Den Hinweis auf die Lautstärke des Gesprächs und die Tatsache, dass nicht nur ich dadurch unfreiwillig in Geheimnisse eingeweiht würde, die nun mal keinen außer den parlierenden  interessieren, kontert diese Unterart der Tratschschimpansen mit einem jovial-angesäuerten Blick und einem DubistaberauchsowasvonintolerantundüberhaupteinblödesA…-Spruch.  Im Ergebnis herrscht aber dann Ruhe. Zumindest bis kurz darauf vom Schaffner die Durchsage kommt: “Nächster Halt Pasing!” und ich weiß, dass ich noch ziemlich genau 10 Minuten dösen kann, bevor ich mich kopfüber in die Arbeit stürzen muss – oder erst einmal meinen Frust im Blog loswerde.

Wie auch immer. Ich bin die nächsten zwei Wochen im Urlaub. Kein Pendeln… keine untreuen Ehemänner, die immer ihren Dreck liegen lassen, die Kinder verziehen und überhaupt keine Ahnung vom Einkaufen haben.

In diesem Sinne,

Schönes Wochenende

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